Kitas - Bürgerforum/Grüne 2018

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Kitas in Radebeul

Eva Oehmichen, Radebeul
seit 2009 als Stadträtin tätig



Angebot an Kita-Plätzen fast verdoppelt,
aber Betriebskosten sind vergleichsweise hoch


Unsere Fraktion ist bekannt für ihre kritischen Positionen und Nachfragen. Beim Thema Kita gibt es zum Glück wenig Anlass zur Klage. Mit enormen finanziellen Mitteln konnte die Stadt die Zahl der Plätze innerhalb von zwölf Jahren nahezu verdoppeln. Auch schön: Bei den betreffenden Entscheidungen herrschte im Stadtrat weitgehend Konsens. Die Kita-Landschaft ist mit städtischen Häusern, Einrichtungen freier Träger mit unterschiedlichen Konzepten und als Ergänzung Tagesmüttern breit gefächert.
Nicht nur die Anzahl der Kinder wuchs, auch die Erwerbsquote - was sich unmittelbar im Bedarf an Kita-Plätzen niederschlug. Natürlich ist es mit den Investitionskosten allein nicht getan, denn die Stadt übernimmt bei der Kinderbetreuung auch ein Drittel der laufenden Kosten mit entsprechend erhöhten Ausgaben im Stadthaushalt.
Was wir aber im Auge behalten werden, ist der Elternbeitrag. Denn bei den von den Eltern zu tragenden Betriebskosten liegt Radebeul im Vergleich zu anderen sächsischen Kommunen im oberen Drittel mit weiter steigender Tendenz.

Presse zum Thema Kita
Ist die Stadt gewappnet für den Rechtsanspruch aller Kinder auf einen Kita-Platz?
Das Problem von Radebeul möchten andere gerne haben. In die Stadt ziehen weiter junge Familien. Und die, die hier wohnen, bekommen mehr Kinder als in früheren Jahren. Die SZ vom 19.02.2013 greift deshalb eine Anfrage von Martin Schaarschmidt (Bürgerforum/Grüne) auf. Ist die Stadt überhaupt gewappnet für den Rechtsanspruch aller Kinder auf einen Kita-Platz in Radebeul, fragt er in der Stadtratssitzung nach. Er will auch wissen, ob sich private Arbeitgeber mit Geld oder Leistungen beteiligen, neue Plätze zu schaffen. Die Antwort:
Die Stadt hat seit 2001 die Plätzezahl von damals 1 699 auf inzwischen 2 991 erhöht. Die Betreuungsmöglichkeiten sind gefragter denn je, denn damals waren sie zu 88 Prozent ausgelastet, heute sind sie zu 96 Prozent belegt. Über vier Fünftel aller ein- bis zweijährigen Kinder seien derzeit untergebracht. Besonders die Nachfrage nach Krippen- und Hortplätzen nehme zu. Die geburtenstärkeren Jahrgänge würden sich jetzt bemerkbar machen und die nächsten schon nachrücken. Private Kindergartenplätze gibt es bei KBA Planeta und im Radebeuler Krankenhaus der Elblandkliniken.





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