Bürgermeister gesucht - Bürgerforum/Grüne 2018

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Leserbrief zu „Tiefer Riss im Stadtrat“
[SZ vom 29.01.2015]

Elke Siebert / Bürgerforum/Grüne

Verschiedene Lager im Stadtrat verfolgen unterschiedliche Ziele. Das ist sicher nicht weiter ungewöhnlich und muss auch so bleiben. Unterschiedliche Standpunkte zu diskutieren, machen die Grundfeste einer Demokratie aus. Aber ungewöhnlich ist das – so kommt es bei mir als Leserin an – pauschale Aburteilen von Andersdenkern, wie über den CDU-Fraktionschef Ulrich Reusch beschrieben.
Sicherlich mag man sich fragen, wie ausgereift die Stellenanzeige nach dem OB durch das Bürgerforum/Grüne war. Aber was vielmehr zu denken geben sollte, ist der tatsächliche Notstand, der dadurch ans Licht gebracht wird: es gibt bisher für das wichtige Amt des Oberbürgermeisters keinen Kandidaten und Herr Wendsche hält sich mit seiner Aussage zu einer erneuten Kandidatur vornehm zurück. So viel Zeit bis zur Wahl ist aber nun wirklich nicht mehr! Und auch wenn sich OB Wendsche einer Wiederwahl stellen sollte, müssen die Radebeuler eine echte Wahlmöglichkeit zwischen mehreren KandidatInnen und deren strategischen Zielen für die Stadt haben. Nur dann handelt es sich um eine demokratische Wahl. Das kann Herr Reusch doch nicht ernsthaft verhindern wollen!
Es handelt sich im Übrigen nicht um Sabotage, wenn Stadträte – unabhängig, welcher Fraktion sie angehören – ihre Arbeit ernst nehmen, und städtischen Einrichtungen gründlich auf die Finger schauen. Das ist sicher zuweilen unbequem, aber es ist durchaus im Interesse der Wähler. Mir zumindest ist dieses Vorgehen lieber, als einvernehmlich Missstände unter den Teppich zu kehren.
Was ich dem Stadtrat wünsche: eine echte Streitkultur zu entwickeln, die es ermöglicht, einander zuzuhören, Argumente abzuwägen, konstruktiv zu streiten und im Sinne der Bürger zu entscheiden.


Fraktion BÜRGERFORUM/GRÜNE Radebeul:

Stellenanzeige



Radebeul, 17.1.2015

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